Für Prof. Dr. Helga Grubitzsch (*1943) ist Schreiben ein Prozess der Selbstermächtigung, der neue Perspektiven auf die Gegenwart, aber auch die Vergangenheit eröffnen kann. Mit 60 beendete die Literaturwissenschaftlerin ihre Lehrtätigkeit an der Universität Paderborn und bietet erfolgreich Schreibgruppen und Seminare zum (biografischen) Schreiben an. Bei Kaffee und Kuchen erzählt sie über ihre frühe, glückliche Kindheit im Wald, die häufigen Orts- und Schulwechsel und ihr Gefühl, nicht dazu zu gehören. Sie betont, wie wichtig ihr Engagement in der Frauenbewegung für ihre persönliche Entwicklung war. Sie freut sich, dass Bella Donna, ein feministischer Bildungsort in Bremen, bis heute in der Stadt präsent ist. Wir reden auch über Abschiede, Krankheit und Sterben und darüber, warum der „Friedwald“ ein guter letzter Ort sein kann.
Helga Grubitzsch (Hrsg): Wagnis des Lebens – Eine biografische Suche nach den Spuren der NS-Zeit (Kellner Verlag 2022)
Das Gespräch habe ich im November 2025 geführt