Dr. Eva Rieger (*1940) ist vor allem als Wagner-Expertin bekannt. Doch schon seit den 1970er Jahren beschäftigt sie sich auch mit der (verborgenen) Rolle der Frauen in der Musik. Jetzt zieht sie in ihrem jüngsten Buch Resümee: Frauen seien inzwischen viel mutiger und in den Konzertsälen präsenter. Gleichzeitig lebten die Geschlechterklischees unterschwellig in der Musik weiter. Ich besuche Eva Rieger in Liechtenstein, wo sie seit 2000 im Haus ihrer verstorbenen Partnerin lebt. Mit ihr gemeinsam hat sie die Mariann-Steegmann-Foundation gegründet. In unserem Gespräch erzählt Rieger von ihrer Geburt in einem britischen Internierungslager, dem Aufwachsen in einer Pfarrersfamilie und der Rückkehr 1953 ins noch stark zerstörte Berlin. Sie schwärmt von ihren Opernbesuchen in Ostberlin, den wichtigen Impulsen durch die Frauenbewegung und dem Glück, Wagners Wandertouren in den Schweizer Bergen nachzugehen und zu schreiben. Aber sie sagt auch, dass sie müder wird.
Eva Rieger: 50 Jahre Frauen- und Genderforschung in der Musik, 1976-2026 – erscheint im Frühjahr 2026
www.eva-rieger.de
„Der Marsch der Frauen“ von Ethel Smyth – Glasgow University Chapel Choir
Das Gespräch habe ich im August 2025 geführt.
Dr. Eva Rieger (*1940) ist vor allem als Wagner-Expertin bekannt. Doch schon seit den 1970er Jahren beschäftigt sie sich auch mit der (verborgenen) Rolle der Frauen in der Musik. Jetzt zieht sie in ihrem jüngsten Buch Resümee: Frauen seien inzwischen viel mutiger und in den Konzertsälen präsenter. Gleichzeitig lebten die Geschlechterklischees unterschwellig in der Musik weiter. Ich besuche Eva Rieger in Liechtenstein, wo sie seit 2000 im Haus ihrer verstorbenen Partnerin lebt. Mit ihr gemeinsam hat sie die Mariann-Steegmann-Foundation gegründet. In unserem Gespräch erzählt Rieger von ihrer Geburt in einem britischen Internierungslager, dem Aufwachsen in einer Pfarrersfamilie und der Rückkehr 1953 ins noch stark zerstörte Berlin. Sie schwärmt von ihren Opernbesuchen in Ostberlin, den wichtigen Impulsen durch die Frauenbewegung und dem Glück, Wagners Wandertouren in den Schweizer Bergen nachzugehen und zu schreiben. Aber sie sagt auch, dass sie müder wird.
Eva Rieger: 50 Jahre Frauen- und Genderforschung in der Musik, 1976-2026 – erscheint im Frühjahr 2026
www.eva-rieger.de
„Der Marsch der Frauen“ von Ethel Smyth – Glasgow University Chapel Choir
Das Gespräch habe ich im August 2025 geführt.
Dr. Eva Rieger (*1940) ist vor allem als Wagner-Expertin bekannt. Doch schon seit den 1970er Jahren beschäftigt sie sich auch mit der (verborgenen) Rolle der Frauen in der Musik. Jetzt zieht sie in ihrem jüngsten Buch Resümee: Frauen seien inzwischen viel mutiger und in den Konzertsälen präsenter. Gleichzeitig lebten die Geschlechterklischees unterschwellig in der Musik weiter. Ich besuche Eva Rieger in Liechtenstein, wo sie seit 2000 im Haus ihrer verstorbenen Partnerin lebt. Mit ihr gemeinsam hat sie die Mariann-Steegmann-Foundation gegründet. In unserem Gespräch erzählt Rieger von ihrer Geburt in einem britischen Internierungslager, dem Aufwachsen in einer Pfarrersfamilie und der Rückkehr 1953 ins noch stark zerstörte Berlin. Sie schwärmt von ihren Opernbesuchen in Ostberlin, den wichtigen Impulsen durch die Frauenbewegung und dem Glück, Wagners Wandertouren in den Schweizer Bergen nachzugehen und zu schreiben. Aber sie sagt auch, dass sie müder wird.
Eva Rieger: 50 Jahre Frauen- und Genderforschung in der Musik, 1976-2026 – erscheint im Frühjahr 2026
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„Der Marsch der Frauen“ von Ethel Smyth – Glasgow University Chapel Choir
Das Gespräch habe ich im August 2025 geführt.
Brigitte Kette (*1945) hat die Medikalisierung der Geburtshilfe direkt miterlebt. In ihren 45 Berufsjahren half sie mehreren tausend Kindern auf die Welt – zuerst in der Klinik, später dann als Hausgeburtshebamme. Als junge Hebamme in den 1960er Jahren war sie entsetzt, wie respektlos Gebärende oft behandelt wurden. Dann zog zunehmend Technik in den Kreißsaal ein und diktierte den Ablauf der Geburten. Bis heute. Dabei bräuchten Frauen vor allem professionelle Begleitung und Ermutigung. So werde die Geburt zu einem erfüllenden Erlebnis auch für den Partner, sagt Brigitte Kette. In dem Podcast erzählt sie außerdem über ihr Aufwachsen auf dem Land, ihre eigenen Geburten und wie eine Trennung zur Umorientierung führte. Außerdem engagiert sie sich in der Flüchtlingshilfe und genießt das Leben.
Das Gespräch habe ich im August 2025 geführt.
Gerburg Rohde-Dahl (*1938) wechselte mit 65 Jahren Wohnort und Genre. Statt weiter Kinder- und Jugendfilme für das ZDF zu drehen, beschäftigt sie sich fortan mit deutscher Schuld und den Herausforderungen des Erinnerns für nachfolgende Generationen. In ihrem Film „Das weite Feld“ dokumentiert sie die Errichtung des Holocaust Mahnmals in Berlin und reflektiert über ihre frühe Kindheit im besetzten Polen. „Darf ich glücklich sein trotz der Grausamkeiten rundherum“, fragt sie sich rückblickend. Ein weiterer Film erzählt die verstörende Geschichte einer KZ-Aufseherin aus Ravensbrück, die nach dem Krieg von ihren eigenen Gefangenen befreit worden ist. Rohde-Dahl interessiert Ambivalenz. Sie fragt nach politischen Strukturen, die „das Böse“ im Menschen begünstigen und letzten Endes zum Zivilisationsbruch führen. Miteinander reden ist für sie zentral. Auch jetzt, wo im Nahen Osten nur noch Bomben sprechen. Seit Jahren begleitet sie eine Friedensinitiative, in der junge Israelis, Palästinenser und Deutsche sich begegnen und miteinander über eigene Schmerzen und Narrative sprechen. In dem Podcast erzählt sie auch Persönliches, über das Leben mit ihren beiden Kindern als alleinerziehende Mutter, über die Zeiten der Einsamkeit und Verzweiflung und das bei sich Ankommen im Alter.
Filmtipps:
www.rohdedahl.de
Film: „Along the river”: https://vimeo.com/1091458708
www.friendshipacrossborders.net